Baris­ta: Die Pro­jekt­grup­pe Olym­pia im Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Sport und Inte­gra­ti­on hat die Sport­fach­ver­bän­de kürz­lich ins Minis­te­ri­um zu einem Aus­tausch über „Mün­chen 20XX“ und eine mög­li­che Olym­pia­be­wer­bung der Lan­des­haupt­stadt ein­ge­la­den. Wie war’s? 

Flo­ri­an Gei­ger: Das war ein sehr guter Aus­tausch mit unse­rem Sport­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann und sei­nem Team. Eine Bewer­bung die­ser Grö­ßen­ord­nung kann nur funk­tio­nie­ren, wenn Poli­tik, Kom­mu­nen und orga­ni­sier­ter Sport von Anfang an gemein­sam den­ken und han­deln. Der Groß­teil der teil­neh­men­den Ver­bän­de waren TSB-Mit­glie­der, die sich bereits inten­siv bei den bis­he­ri­gen Bemü­hun­gen zur Olym­pia­be­wer­bung ein­ge­bracht haben, teils hoch­ka­rä­ti­ge Ver­tre­ter und Ver­tre­te­rin­nen in den natio­na­len olym­pi­schen Spit­zen­ver­bän­den stel­len und im zurück­lie­gen­den Jahr die Wer­be­trom­mel für die baye­ri­sche Olym­pia­be­wer­bung land­auf und land­ab gerührt haben. Das waren also gute Vor­aus­set­zun­gen, die Sport­fach­ver­bän­de im lau­fen­den Bewer­bungs­pro­zess nicht nur zu infor­mie­ren, son­dern bewusst als Part­ner in den Pro­zess einzubeziehen.

Was pas­siert aktu­ell hin­ter den Kulis­sen der Bewerbung?

Der Pro­zess ist klar struk­tu­riert. Nach dem deut­li­chen baye­ri­schen Bür­ger­vo­tum Pro-Olym­pia, das zwei­fel­los am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de auch den posi­ti­ven Bür­ger­ent­scheid in Nord­rhein-West­fa­len mit befeu­ert hat, geht es jetzt dar­um, die Bewer­bung Mün­chens fach­lich wei­ter zu schär­fen und bis zur Ent­schei­dung des DOSB im Herbst trag­fä­hig auf­zu­stel­len. Sport­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann beton­te noch ein­mal die Bedeu­tung der Bewer­bung für die Bun­des­re­pu­blik, den Frei­staat und nicht zuletzt die Ent­wick­lung der baye­ri­schen Sport­land­schaft. Auf dem Weg bis zur DOSB-Abstim­mung im Herbst in Baden-Baden – da waren sich alle Betei­lig­ten einig – ist nun die akti­ve Betei­li­gung der baye­ri­schen Sport­fach­ver­bän­de gefragt.

Wel­che Rol­le kommt dem orga­ni­sier­ten Sport im wei­te­ren Ver­lauf der Bewer­bung zu?

Eine sehr zen­tra­le. Die Sport­fach­ver­bän­de sind nicht nur Betrof­fe­ne, son­dern Mit­ge­stal­ter einer mög­li­chen Bewer­bung. Sie brin­gen dazu die ent­spre­chen­de sport­fach­li­che Exper­ti­se mit, ken­nen am bes­ten die Situa­ti­on der Sport­stät­ten und tra­gen die Bewer­bung gleich­zei­tig in ihre natio­na­len und inter­na­tio­na­len Netz­wer­ke. Wich­tig war unse­rem Sport­mi­nis­ter, dass wir ins­be­son­de­re die inter­na­tio­na­le Kon­kur­renz­fä­hig­keit der baye­ri­schen Olym­pia­be­wer­bung im Ver­gleich zu den wei­te­ren deut­schen Mit­be­wer­bern anfüh­ren und die welt­wei­te Repu­ta­ti­on von Bay­ern und Mün­chen vor­ne anstel­len. Am Ende der Ver­an­stal­tung war das Resü­mee aller Teil­neh­men­den ein­deu­tig: Wir freu­en uns auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit und unter­stüt­zen, wo immer mög­lich, die Stadt Mün­chen und den Frei­staat auf unse­rem Weg zu einer aus­sichts­rei­chen deut­schen Olympiabewerbung.