“Im Gespräch bleiben”

Baris­ta: Die Tage klin­gel­te es wie­der mal im E‑Mail-Brief­kas­ten: der News­let­ter vom BSV. Wie seid ihr eigent­lich auf die Idee dazu gekom­men? Es hieß doch lan­ge, dass News­let­ter gar nicht mehr ange­sagt seien.

Alex­an­dra Bucher: Wir haben im Baye­ri­schen Schwimm­ver­band so vie­le The­men und Ange­bo­te, die wir unse­ren Mit­glie­dern nahe­brin­gen wollen.
Da ist die Web­site die wich­tigs­te und brei­tes­te Platt­form. Doch wer schaut da schon regel­mä­ßig drauf?! Wir brauch­ten ein Push-Medi­um, das in regel­mä­ßi­gen Abstän­den mög­lichst vie­le erreicht –  auch die, die nicht per­ma­nent auf Social Media Kanä­len unter­wegs sind. Da sind wir auf den guten alten News­let­ter gekom­men. Der galt zwar zu der Zeit vie­len im Medi­en- und Mar­ke­ting-Geschäft als „old fashio­ned“.  Aber in der Mit­glie­der­kom­mu­ni­ka­ti­on funk­tio­niert er hervorragend.

Wie habt ihr euch dabei kon­zep­tio­nell und redak­tio­nell aufgestellt?

Wir haben uns im Ver­band erst ein­mal ganz klas­sisch gefragt, wer wir sind, wel­che Auf­ga­ben und Zie­le wir haben und was wir mit­zu­tei­len haben. Dazu haben wir ein brei­tes Spek­trum an Ehren­amt­li­chen und Haupt­amt­li­chen aus dem BSV an einen Tisch geholt: Vom Prä­si­di­um über die Geschäfts­stel­len­lei­tung bis hin zu unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen in der Öffent­lich­keits­ar­beit. In einem Work­shop mit einem exter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­exper­ten haben wir dann durch­aus auch kon­tro­vers dis­ku­tiert, was und wie wir kom­mu­ni­zie­ren wol­len. Und wel­che per­so­nel­len und finan­zi­el­len Res­sour­cen uns dafür über­haupt zur Ver­fü­gung ste­hen. Am Ende stand eine Mind­map und ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fahr­plan. Dann konn­ten wir auch schon in die Umset­zung und das Design des neu­en For­mats gehen. Das ging mit etwas exter­ner Unter­stüt­zung über­ra­schend ein­fach. Und macht rich­tig Spaß.

Was sagen Eure Nut­zer und Nut­ze­rin­nen und was kön­nen ande­re Ver­ei­ne und Ver­bän­de dar­aus even­tu­ell lernen?

Wir bekom­men auf den BSV-News­let­ter ein über­wie­gend sehr posi­ti­ves Echo. Auch weil wir das For­mat kurz und schnell hal­ten, inhalt­lich nicht über­la­den und nach­richt­lich auf den Punkt kom­men. Hier gilt der Grund­satz: Weni­ger ist mehr. Auch wenn das oft­mals gar nicht so ein­fach ist. Wir blei­ben so in der Schwimm­fa­mi­lie im Gespräch und zei­gen vor allem mit unse­ren Per­so­nal­mel­dun­gen immer wie­der „Gesicht“. Weil wir uns bei der Aus­wahl der The­men und News immer auch ein Stück weit selbst reflek­tie­ren, ist der BSV-News­let­ter aus mei­ner Sicht ein Gewinn für alle – für uns als Absen­der wie auch für unse­re Emp­fän­ger. Die Bot­schaft, die sich damit viel­leicht auch für ande­re Ver­ei­ne und Ver­bän­de ver­bin­det: Push-Kom­mu­ni­ka­ti­on kommt an, ist kei­ne Rocket-Sci­ence und hilft, Ver­ein und Mit­glie­der kos­ten­güns­tig spar­ten- und dis­zi­plin­über­grei­fend zusam­men­zu­brin­gen und zusammenzuhalten.