BEV: 100 Jah­re heiß auf Eis

Baris­ta: 100 Jah­re Baye­ri­scher Eissport-Verband!!

Das ist ein stol­zes Jubi­lä­um. Wie fei­ert ihr ein sol­ches Ereignis?

Anton Weitl: Indem wir genau hin­schau­en, wo es am meis­ten wirkt.

Wir haben uns im Ver­band ganz bewusst gegen eine gro­ße Fei­er ent­schie­den. Statt­des­sen inves­tie­ren wir das Geld dort, wo die Zukunft unse­res Sports liegt: in die Jugendarbeit.

Das ist mal ein star­kes State­ment. Der BEV hat seit 1925 ver­mut­lich viel erlebt – Was zeich­net die­se Geschich­te aus?

Unse­re Geschich­te ist eine Geschich­te des Auf­bruchs und der Anpas­sung. Vom Eis­stock­schie­ßen auf zuge­fro­re­nen Seen bis hin zum moder­nen Eis­ho­ckey in leis­tungs­star­ken Ligen. Der BEV war immer in Bewe­gung, getra­gen von Ehren­amt­li­chen, die mit Herz­blut für ihren Sport brennen.

Das ist unser eigent­li­ches Kapital.

Was macht den Eis­sport in Bay­ern so besonders?

Bay­ern ist ein Win­ter­sport­land. Hier schaf­fen wir in den fünf BEV-Fachspar­ten Eis­ho­ckey, Eis­stock­sport, Eiskunstlauf/Eistanz, Eisschnelllauf/Short Track und Cur­ling eine ein­zig­ar­ti­ge Ver­bin­dung aus Prä­zi­si­on, Dyna­mik und Lei­den­schaft – gepaart mit einer star­ken regio­na­len Ver­an­ke­rung. Ganz gleich ob in klei­nen Hal­len auf dem Land, auf Eis­stock­bah­nen oder in gro­ßen Sta­di­en: Der Eis­sport bringt Men­schen zusam­men, gene­ra­tio­nen­über­grei­fend. Er begeis­tert und er for­dert – tech­nisch, kör­per­lich, mental.

Und heu­te? Wel­che The­men beschäf­ti­gen Euch im Ver­band aktuell?

Neben der Nach­wuchs­för­de­rung sind das Struk­tur­er­halt, Ener­gie­fra­gen und der Wan­del im Ehren­amt. Wir unter­stüt­zen unse­re Ver­ei­ne, wo wir kön­nen. Gleich­zei­tig trei­ben wir neue Ansät­ze vor­an: Digi­ta­li­sie­rung, ver­bes­ser­te Trai­ner­aus­bil­dung, geziel­te Talentförderung.

Und nach dem Jubi­lä­um: Was bleibt? Was kommt?

Geblie­ben ist die Begeis­te­rung für das, was man alles auf dem Eis erle­ben kann. Was kommt, ist das, was wir gemein­sam gestal­ten. Ich wün­sche mir, dass wir als Ver­band wei­ter Raum schaf­fen für Sport, für Gemein­schaft, für Ent­wick­lung – im Haupt- wie im Ehren­amt. Als größ­ter Lan­des­eis­sport-Ver­band unter den 15 Lan­des­eis­sport-Ver­bän­den Deutsch­lands sind wir hier auf einem sehr guten Weg, wis­sen dabei aber auch um unse­re beson­de­re Ver­ant­wor­tung für den Eis­sport in Bay­ern und in Deutsch­land. All das macht mir und mei­nen Mit­strei­te­rin­nen und Mit­strei­tern Lust auf Zukunft.