„Ent­schei­den­de Wei­chen­stel­lun­gen für das Sport­land Bayern“

Baris­ta: Im Moment ist im Bund viel vom Herbst der Refor­men die Rede.
Wie ist es da aktu­ell um die Sport­po­li­tik in Bay­ern bestellt? Es ste­hen ja rich­tungs­wei­sen­de Ent­schei­dun­gen an – von der par­la­men­ta­ri­schen Bera­tung eines neu­en Sport­ge­set­zes bis hin zur mög­li­chen Bewer­bung der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen für die Olym­pi­schen und Para­lym­pi­schen Spie­le im Jahr 2036, 2040 oder 2044. 

Bern­hard Hei­nisch: In der Tat. Die genann­ten Punk­te stel­len für das kom­men­de Halb­jahr die bei­den zen­tra­len Ereig­nis­se in der baye­ri­schen Sport­po­li­tik dar. Bei­de wer­den die baye­ri­sche Sport­land­schaft für die kom­men­den Jahr­zehn­te prä­gen, ins­be­son­de­re wenn die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Lan­des­haupt­stadt am 26.10. für die Bewer­bung Mün­chens stim­men und Mün­chen sich im Anschluss auch gegen­über den ande­ren inner­deut­schen Bewer­bun­gen durch­set­zen kann. Eine baye­ri­sche Olym­pia­be­wer­bung wür­de einen Ent­wick­lungs­boos­ter für die baye­ri­schen Sport­land­schaft nach sich zie­hen. Mit dem neu­en Sport­ge­setz wird die För­de­rung des Sports in Bay­ern zudem erst­mals ganz­heit­lich gesetz­lich ver­an­kert wer­den und somit die gesetz­li­che Grund­la­ge für die Ent­wick­lung des Sports im Frei­staat für die kom­men­den Jahr­zehn­te festgelegt.

Bür­ger­ent­schei­de zu einer Olym­pia­be­wer­bung führ­ten in Deutsch­land zuletzt immer zu einer Ableh­nung. Was spricht dies­mal für Olym­pia in Mün­chen und Bayern?

Unse­re Bevöl­ke­rung ist sport­be­geis­tert, die Erfah­run­gen bei der Welt­meis­ter­schaft 2006 oder zuletzt auch bei den Euro­pean Cham­pi­on­ships und der Euro­pa­meis­ter­schaft 2024 spre­chen für sich. Olym­pia stellt eine rie­si­ge Chan­ce in unter­schied­lichs­ten Berei­chen dar, von der Stadt­ent­wick­lung über die inter­na­tio­na­le Ver­mark­tung Bay­erns bis hin zur För­de­rung von Sport und Jugend. Wir wür­den alle von Olym­pi­schen und Para­lym­pi­schen Spie­len in Bay­ern pro­fi­tie­ren. Ich bin des­halb zuver­sicht­lich, dass der Bür­ger­ent­scheid posi­tiv für die wei­te­re Bewer­bung aus­ge­hen wird. Wir FREIE WÄH­LER im Land­tag ste­hen zur Bewer­bung Mün­chens für Olym­pi­sche und Para­lym­pi­sche Spie­le 2036, 2040 oder 2044.

Wel­che Bedeu­tung mes­sen Sie dem Nach­wuchs­leis­tungs­sport für die Ent­wick­lung des Sport­stand­orts Bay­ern bei und wel­che Erwar­tun­gen haben Sie dabei an die Zusam­men­ar­beit mit den baye­ri­schen Sportfachverbänden?

Der Nach­wuchs­leis­tungs­sport nimmt eine zen­tra­le Rol­le ein, um die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten der Zukunft aus­zu­bil­den und die Zukunft des Sport­stand­orts Bay­ern zu sichern. Gera­de im Hin­blick auf erfolg­rei­che Spie­le in Mün­chen wür­de er ein essen­zi­el­ler Bau­stein dar­stel­len. Wir FREIE WÄH­LER im Land­tag schät­zen des­halb den Dia­log mit allen betrof­fe­nen Ver­bän­den und Akteu­ren, um den Nach­wuchs­leis­tungs­sport in Bay­ern zukunfts­fest aufzustellen.

War­um sind Mit­tel für Sport­för­de­rung auch gut inves­tier­te Mit­tel für gesell­schaft­li­che Entwicklung?

Eine funk­tio­nie­ren­de Sport­för­de­rung ist immer auch eine För­de­rung für Gesund­heit, gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt und die Ent­wick­lung von Team­fä­hig­keit, Per­sön­lich­keit und auch Leis­tungs­be­reit­schaft bei Kin­dern und Jugendlichen.