„Ja Olym­pia beim Bür­ger­ent­scheid – Mit­ma­chen. Jede Stim­me zählt“

Baris­ta: Am kom­men­den Sonn­tag wird die Münch­ner Bevöl­ke­rung zum Bür­ger­ent­scheid über eine Olym­pia­be­wer­bung an die Wahl­ur­ne geru­fen. Kann Bay­ern, kann Mün­chen Olympia?

Flo­ri­an Gei­ger: Bay­ern kann Olym­pia. Defi­ni­tiv. Und gera­de Mün­chen ist bes­tens dafür geeig­net. Wenn es dafür eines Bewei­ses bedurft hät­te, die Euro­pean Cham­pi­on­ships 2022 und die UEFA EURO 2024 haben der Welt gezeigt, dass hier sport­li­che Groß­ereig­nis­se sehr gut auf­ge­ho­ben sind und auf eine rie­si­ge Begeis­te­rung stoßen.

Die Olym­pia­geg­ner begrün­den ihr Nein ins­be­son­de­re mit nicht kal­ku­lier­ba­ren Kos­ten, wenig nach­hal­ti­gen Sport­stät­ten und hohen Belas­tun­gen für die Bevöl­ke­rung. Was bringt Olympia?

Dass die Bewer­bung und Olym­pi­sche Spie­le gro­ße Inves­ti­tio­nen nach sich zie­hen, ist unstrit­tig. In der Wirt­schaft ist dabei aber auch immer die Rede vom „Return of Invest“, also die Wert­schöp­fung, die eine Inves­ti­ti­on nach sich zieht. Olym­pia kann für Mün­chen und Bay­ern viel mehr bedeu­ten als nur fas­zi­nie­ren­der Spit­zen­sport auf aller­höchs­tem Niveau. Olym­pia 72 in Mün­chen hat gezeigt: Die Spie­le stär­ken den Wirt­schafts­stand­ort und brin­gen wie kein zwei­tes Ereig­nis den Tou­ris­mus nach­hal­tig vor­an. Aus sport­li­cher Sicht sind die Effek­te von Spie­len „dahoam“ gar nicht hoch genug ein­zu­schät­zen. Da den­ke ich nicht nur an den Schub für die Natio­nal­ka­der. Auch der Ver­eins- und Brei­ten­sport sowie Schul­sport pro­fi­tie­ren davon, wenn der öffent­li­che Fokus über Jah­re vor und nach den Spie­len auf die Fas­zi­na­ti­on Sport gerich­tet ist. Olym­pia ist aus sport­fach­li­cher Sicht immer auch eine Inves­ti­ti­on in Jugend, Ver­ei­ne und Zukunft.

Wie kön­nen die Sport­fach­ver­bän­de zur Rea­li­sie­rung die­ses olym­pi­schen Traums beitragen?

Die Sport­fach­ver­bän­de sind das Rück­grat des Sports. Weil sie das Fun­da­ment für das „Sport­land Bay­ern“ bil­den, ist Ent­wick­lung auch nur mit ech­ter Betei­li­gung mög­lich. Für die Sport­po­li­tik ver­bin­det sich damit Ver­läss­lich­keit und Augen­hö­he. Zum Bei­spiel bei der Umset­zung des Sport­ge­set­zes, mit dem der Frei­staat gera­de die Wei­chen auf Zukunft stellt. Hier geht es nicht nur dar­um, Mit­tel bereit­zu­stel­len und Infra­struk­tur zu sichern und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.  Die Betei­li­gung der Sport­fach­ver­bän­de und ihre Fach­ex­per­ti­se aus der Pra­xis für die Pra­xis sor­gen dafür, dass die Mit­tel auch dort ankom­men, wo sie best­mög­li­che, nach­hal­ti­ge Wir­kung für den Sport erzie­len. Da schließt sich der Kreis zur Olym­pia­be­wer­bung in Mün­chen und Bay­ern: Olym­pia bie­tet die Chan­ce eines ech­ten Moder­ni­sie­rungs­schubs für die Infra­struk­tur, für Sport­stät­ten, für Talen­te, Trai­ner & Leis­tungs­zen­tren. Zurück zu dei­ner Aus­gangs­fra­ge: Ja, Bay­ern kann Olym­pia, wenn nicht in Bay­ern – wo denn dann?

Lass mich raten, wie dei­ne Emp­feh­lung für den Bür­ger­ent­scheid am Sonn­tag ausfällt …

… Ja zu Olym­pia beim Bür­ger­ent­scheid. Und mein drin­gen­der Appell an die sport­li­chen Münch­ne­rin­nen und Münch­ner: Geht zur Wahl – jede Stim­me zählt.