Barista: Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum DDV-Präsidenten. Wie kam es dazu, was motiviert dich an der Aufgabe?
Christian Baumgartner: Vielen Dank. Die Wahl kam für mich zunächst überraschend. Eigentlich hatte ich geplant, mich aus der aktiven Verbandsarbeit zurückzuziehen. Doch im Verlauf der Sitzung kam es anders. Es wurde deutlich, dass viele im Verband mir das Vertrauen schenken und sich wünschen, dass ich Verantwortung übernehme. Diese gemeinsame Überzeugung hat mich letztlich bewegt, anzutreten. Der Dartsport steht schließlich gerade an einem spannenden Wendepunkt: Er wächst rasant, begeistert immer mehr Menschen und hat das Potenzial, sich langfristig als feste Größe im Sport zu etablieren. Meine Motivation ist es, dieses Momentum zu nutzen – indem wir moderne, leistungsfähige Strukturen schaffen, Talente fördern und den Verband zukunftssicher aufstellen. Jetzt gemeinsam mit allen Beteiligten den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen und den Dart-Sport in Deutschland nachhaltig zu prägen, sehe ich als große Chance.
Wie steht es um den Dart-Sport in Deutschland und welche Rolle spielt dabei Bayern?
Wie gesagt, befindet sich der Dart-Sport in Deutschland aktuell in einer dynamischen Wachstumsphase. Immer mehr Menschen entdecken seine Faszination – sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport. Dieses Wachstum eröffnet dem organisierten Sport enorme Chancen, stellt uns aber gleichzeitig vor die Aufgabe, Strukturen und Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Dabei nimmt Bayern eine Vorreiterrolle ein.
Inwiefern?
Mit der Bündelung der zuvor eigenständigen Regionalverbände zu einem starken Bayerischen Dart-Verband haben wir früh wichtige Weichen gestellt. Diese klare Struktur ermöglicht effizienteres Arbeiten und eine einheitliche strategische Ausrichtung. Darüber hinaus setzen wir konsequent auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, eine starke Außendarstellung und vor allem auf eine nachhaltige Nachwuchsförderung. Unser Ziel ist es, den Dart-Sport nicht nur weiter wachsen zu lassen, sondern ihn auch langfristig professionell und zukunftsfähig aufzustellen – in Bayern und darüber hinaus.
Du bist nach deiner Wahl weiterhin auch Präsident des Bayerischen Dart-Verbandes. Wohin führt idealerweise der Weg von Dachverband und Landesverband?
Sowohl in Deutschland als auch in Bayern steht der Dartsport vor einer großen Zukunft. Unser gemeinsames Ziel ist es, das Wachstum aktiv zu gestalten und neue Zielgruppen für den Sport zu erschließen. Dazu gehört ausdrücklich auch, neue Segmente wie den E‑Dart stärker zu integrieren und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wollen wir den Leistungs- und Breitensport noch enger verzahnen, Talente gezielt fördern und den Verband insgesamt moderner und professioneller aufstellen. Dachverband und Landesverband sollten dabei Hand in Hand arbeiten – mit klaren Strukturen, einer gemeinsamen Vision und einer starken Stimme für den Dart-Sport.
Wenn du einen Wunsch frei hättest …
… dann ist Dart bei den World Games 2029 in Karlsruhe vertreten. Das wäre nicht nur ein Meilenstein für unseren Sport in Deutschland, sondern auch ein starkes Signal für die internationale Entwicklung des Dart-Sports insgesamt.