Florian Geiger zum Tode von Hubert Aiwanger

„Die Nachricht vom Tod Hubert Aiwangers macht betroffen, unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie und seinen Angehörigen“, sagt Florian Geiger, 1. Vorsitzender von TEAM Sport-Bayern. Völlig überraschend war der stellvertretende Bayerischer Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie am Mittwoch Abend in Berlin verstorben. „Mit Hubert Aiwanger verlieren der Freistaat und der Sport eine starke, unverwechselbare Stimme, die sich über viele Jahre hinweg für die Belange Bayerns und die Verwurzelung von Vereinen und Verbänden in Tradition und Heimat stark gemacht hat.“

In der bayerischen Landesregierung, so Geiger, seien Hubert Aiwanger und die sportpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion der Freien Wähler zu wichtigen Ansprechpartnern des organisierten Sports und von TEAM Sport-Bayern für die Weiterentwicklung von Bayern als Sportland und die Stärkung des Ehrenamtes geworden. Zuletzt habe Hubert Aiwanger die Bewerbung Münchens für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für die 2036, 2020 und 2044 mit Leidenschaft und Herzblut unterstützt. Das habe Rückenwind gegeben auf dem Weg zur Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes für München als alleiniger deutscher Olympiakandidat.

Obwohl Hubert Aiwanger als junger Mensch sportliche Ambitionen wegen der eigenen heimischen Landwirtschaft hinten anstellen musste, blieb er dem Sport und dem Vereinswesen vor allem auch in den ländlichen Regionen eng verbunden und war gern gesehen bei Jubiläen und Ehrungen von Aktiven und Ehrenamtlern. Auch wenn er selbst wenig Aufhebens darum machte, hielt sich Hubert Aiwanger immer fit. So verblüffte er 2023 beim Bayerischen Turnfest in Regensburg das Publikum, als er bei einem spontanen Liegestützwettbewerb auf offener Bühne den damaligen TSB-Vorsitzenden und Präsidenten des Bayerischen und Deutschen Turnverbandes Dr. Alfons Hölzl mit 30 perfekt ausgeführten Liegestützen in 20 Sekunden weit hinter sich ließ und anschließend mit einem breiten Lächeln locker leicht von der Bühne stieg – unter dem Applaus des Publikums und des Turnverbandspräsidenten.

Florian Geiger: „Hubert Aiwanger hatte ein besonderes Gespür für Menschen, ihre Sprache und ihre Heimatverbundenheit. Er war dabei streitbar, mit Ecken und Kanten. Seine Stimme und die ureigene Kraft seiner niederbayerischen Persönlichkeit wird der Gesellschaft, dem Sport und dem Vereinswesen im Freistaat fehlen. “

Bildquelle: StMWi / R. Dier